Wie diese Website gebaut ist: statisch, geprüft und ohne Cookies
vektorbuero.de läuft ohne Datenbank, ohne Cookies und ohne Tracking. Jede Änderung wird automatisch auf Fehler und Barrieren geprüft, bevor sie online geht. Hier steht, wie das aufgebaut ist, warum ich mich dafür entschieden habe und wann ich Kunden trotzdem zu einem klassischen CMS rate.
- Webentwicklung
- Barrierefreiheit
- GitHub
- Datenschutz
Worum es geht
Die meisten Websites kleiner Unternehmen laufen mit einem Content-Management-System wie WordPress oder Contao. Bei jedem Aufruf holt der Server die Inhalte aus einer Datenbank und baut die Seite neu zusammen. Das ist flexibel, braucht aber regelmäßige Updates und bietet Angriffsfläche.
Für meine eigene Website bin ich einen anderen Weg gegangen. Die Seiten werden einmal fertig gebaut und als einfache Dateien auf den Server gelegt. Man nennt das eine statische WebsiteEine Website aus fertigen HTML-Dateien. Der Server liefert sie nur aus und muss nichts berechnen oder aus einer Datenbank lesen. Mehr bei Wikipedia (öffnet in neuem Fenster). Gepflegt wird sie trotzdem bequem über einen Redaktionsbereich im Browser.
Was passiert, wenn ich etwas ändere
Text im Redaktionsbereich ändern
Unter vektorbuero.de/admin läuft Sveltia CMS, ein schlanker Redaktionsbereich im Browser. Dort ändere ich Texte, Bilder und Beiträge in Formularen, ganz ohne Code.
Speichern in GitHub
Beim Speichern schreibt das CMS die Änderung in ein RepositoryEin Projektordner auf GitHub mit allen Dateien und der kompletten Geschichte jeder Änderung. Mehr bei Wikipedia (öffnet in neuem Fenster) auf GitHub. Jede Änderung ist dort mit Datum gespeichert und lässt sich zurücknehmen.
Automatischer Bau
GitHub startet daraufhin selbstständig ein Programm, das aus Texten, Bildern und Vorlagen die fertigen Seiten erzeugt. Bilder werden dabei verkleinert, in ein modernes Format umgewandelt und von Metadaten wie Kameradaten oder Ortsangaben befreit.
Automatische Prüfung
Bevor etwas online geht, prüft GitHub jede Seite: ob der Code gültig ist und ob es Barrieren nach WCAG 2.1 AA gibt, einmal in Desktop-Breite und einmal in Handy-Breite. Fehlt einem Bild die Beschreibung oder zeigt ein Link ins Leere, bricht der Bau ab.
Hochladen
Nur wenn alle Prüfungen bestanden sind, lädt GitHub die Dateien verschlüsselt auf den Webspace. Nach etwa zwei Minuten ist die Änderung online. Unten im Fuß jeder Seite stehen Revisionsnummer und Datum des letzten Stands.
Warum statisch
Für eine Unternehmenswebsite, die sich ein paarmal im Monat ändert, hat der statische Aufbau mehrere Vorteile.
- Sicherheit: Es gibt keine Datenbank und keine Anmeldung auf dem Server, die man angreifen könnte. Der Redaktionsbereich meldet sich bei GitHub an, nicht beim Webspace.
- Wartung: Es fallen keine Updates für ein CMS und dessen Erweiterungen an. Eine Seite, die heute funktioniert, funktioniert in fünf Jahren noch genauso.
- Tempo: Der Server liefert fertige Dateien aus. Die Seite lädt entsprechend schnell, auch über eine schwache Handyverbindung.
- Kosten: Ein einfacher Webspace reicht. GitHub und Sveltia CMS sind für diesen Zweck kostenlos.
- Eigentum: Die komplette Website samt Geschichte liegt in einem Repository, das dem Inhaber gehört. Ein Umzug zu einem anderen Anbieter oder Dienstleister ist jederzeit möglich.
Ohne Cookies und ohne Tracking
Die Seite setzt keine Cookies, bindet keine Schriften von Google ein und lädt nichts von fremden Servern. Videos, Karten oder Social-Media-Knöpfe, die Daten an Dritte senden, gibt es nicht. Deshalb braucht sie auch kein Einwilligungsbanner, und die Datenschutzerklärung bleibt kurz. Die Startseite wiegt mit allen Bildern und Schriften rund 445 KB, weniger als ein einzelnes Foto vom Handy.
Der Preis dafür: Ich weiß nicht, wie viele Menschen die Seite besuchen. Wenn ich das später wissen will, wäre eine selbst betriebene Statistik ohne Cookies wie Matomo der Weg, die nach derzeitiger Auslegung in der Regel ohne Einwilligung auskommt. Bisher habe ich darauf verzichtet.
Was die automatische Prüfung abfängt
- Bilder ohne Textbeschreibung für Screenreader
- Tabellen ohne Titel
- Links auf Seiten oder Dateien, die es nicht gibt
- Ungültiger HTML-Code
- Zu geringer Farbkontrast, fehlende Beschriftungen und andere Barrieren, die sich automatisch erkennen lassen
- Probleme, die nur in Handy-Breite auftreten
Gefunden werden, auch von KI
Beim Bau entstehen automatisch eine Sitemap für Suchmaschinen und strukturierte Daten, die Google und KI-Suchen sagen, wer hinter der Seite steht, welche Leistungen es gibt und welche Fragen beantwortet werden. Dazu kommt eine Datei namens llms.txtEine einfache Textdatei im Hauptverzeichnis, die KI-Systemen eine kurze Übersicht über die Inhalte der Website gibt., die den Inhalt der Seite in Kurzform für KI-Systeme zusammenfasst.
Alle drei werden aus denselben Inhalten erzeugt wie die Seite selbst. Wer im Redaktionsbereich eine Frage ergänzt, ergänzt sie damit auch für Google.
Was der Aufbau nicht kann
- Es gibt keine Formulare, die auf dem eigenen Server laufen. Kontakt läuft über E-Mail oder einen externen Dienst.
- Eine Änderung ist nicht sofort sichtbar, sondern nach etwa zwei Minuten.
- Für den Redaktionsbereich braucht jede Person ein GitHub-Konto oder eine gesonderte Anmeldelösung.
- Für einen Onlineshop, einen Mitgliederbereich oder viele Redakteure mit unterschiedlichen Rechten ist er nicht gedacht.
Wann ich trotzdem Contao empfehle
Für viele meiner Kunden baue ich weiterhin mit Contao. Das passt, wenn mehrere Personen mit unterschiedlichen Rechten pflegen, wenn Formulare, Buchungen oder geschützte Bereiche dazugehören oder wenn ein Kunde bereits mit Contao arbeitet und das gewohnt ist.
Die statische Variante empfehle ich für überschaubare Unternehmensseiten, die sich selten ändern und lange halten sollen, und für alle, die möglichst wenig Wartung wollen. Die Entscheidung hängt am Alltag des Kunden. Die Technik kommt danach.
Fragen und Antworten
Muss ich programmieren können, um so eine Seite zu pflegen?
Nein. Texte, Bilder und Beiträge werden im Redaktionsbereich in Formularen gepflegt. Code braucht man nur für Änderungen am Layout.
Was passiert, wenn GitHub einmal nicht erreichbar ist?
Die Website läuft weiter, weil sie fertig auf dem Webspace liegt. Nur Änderungen müssen warten, bis GitHub wieder erreichbar ist.
Kann ich eine bestehende Website so umbauen?
Ja, wenn sie zu den Grenzen oben passt. Inhalte werden übernommen, alte Adressen auf die neuen umgeleitet, damit Links und Suchmaschinen-Einträge erhalten bleiben.
Gibt es das auch für mein Unternehmen?
Ja. Der Aufbau lässt sich mit eigenem Design auf andere Seiten übertragen, inklusive Redaktionsbereich und automatischer Prüfung.
Eine Website mit wenig Wartung?
Ich baue Websites, die schnell laden, barrierefrei sind und ohne Cookie-Banner auskommen, statisch oder mit Contao, je nachdem, was zu Deinem Alltag passt.
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